Übersichtskarte

Dienstag, 27.09.2016

22 "tack och hej dâ!"

Ich kann es noch gar nicht glauben, wie schnell die letzten 6 Wochen vergangen sind. Die Erinnerung an meine Aufregung habe ich noch bildlich vor mir und auch, wie ich am Flughafen von Michi, Britta und Hanna abgeholt wurde.

Ich habe auf Slagnäs Camping so viele tolle Menschen kennengelernt, so unglaublich viel gesehen und erlebt, dass ich es jetzt noch gar nicht fassen kann und unglaublich dankbar bin, dass ich die Chance bekommen habe, ein Praktikum in Schweden machen zu können!

Alles was ich sehen wollte - Rentiere, Elche, Blau-, Preisel- und Moltebeeren, Polarlichter - habe ich gesehen, habe die leckersten Zimtschnecken gegessen, bin auf Berge geklettert, war angeln (und habe sogar zwei Fische gefangen), bin einen riesigen Radlader gefahren! Natürlich habe ich auch neue Einblicke in eine ganz andere Berufssparte bekommen und mir den einen oder anderen Arbeitsablauf angeeignet.

Als Fazit kann ich mich nur noch einmal bei Tobi und Michi für alles bedanken und allen noch Unentschlossenen dazu raten, die Zeit ihres Lebens zu haben und ein Praktikum zu machen!

Samstag, 03.09.2016

21 Arbeit in Woche Fünf

Wie auch in den vorherigen Wochen habe ich mich um die Rezeption gekümmert, Bungalows und Campingstellplätze an Gäste vermietet und mich um die allgemeinen Bürotätigkeiten gekümmert. 

In dieser Woche stand aber auch ein wenig mehr Handwerkliches auf dem Arbeitsplan, denn wie vorher schon einmal erwähnt, wird es hier langsam kälter. Der Herbst ist schon da und der Winter steht bereits in den Startlöchern. Das bedeutet, dass die Sommermöbel ins Lager gebracht werden, Schilder und Blumenkästen abgebaut müssen und Holz in den kommenden Tagen zerkleinert werden soll.

Außerdem haben wir wieder einige Vorbereitungen für die Buchhaltung getroffen (d.h. Belege/Rechnungen vorsortiert und die Ablage durchgesehen), sodass wir uns, bevor ich in der nächsten Woche abfahre, noch um die Buchhaltung kümmern können.

Samstag, 03.09.2016

20 Ausflug nach Arjeplog auf den Galtispuoda

Da ich jetzt nun schon einige Berge hier in Schweden gesehen habe, sollte der Galtispouda in Arjeplog der krönende Abschluss sein. Schon von diversen Erzählungen habe ich gehört, dass auf dem Berggipfel viele Tränen geflossen waren und jeder der oben stand begeistert war.

Also fuhren Michael, Britta und ich nach Arjeplog. Auf der ca. 30 minütigen Autofahrt stoppten wir an der einen oder anderen schönen Aussichtsstelle um Fotos zu machen und wurden von einer Gruppe Rentiere, die mitten auf der Straße standen, aufgehalten.

Die Fahrt war wirklich schon vielversprechend und als ich den Berg von weitem sah, konnte ich den Ausblick bereits erahnen.

Oben angelangt wurden meine Erwartungen jedoch um ein Vielfaches übertroffen. Der Ausblick über die gewaltige Seenlandschaft des Hornavan, aus der auch der Skellefteâlv bis nach Slagnäs fließt, und die Berglandschaft machten einen sprachlos. In der Ferne konnte man sogar  Norwegens Berge erahnen. Der Galtispouda hat versprochen was über ihn erzählt wurde.

Im Anschluss fuhren wir dann noch nach Arjeplog hinein, da Britta unbedingt Preiselbeeren kaufen wollte. Dies haben wir dann auch gleich mit einer kleinen Einkaufstour verbunden.

Ich lief dann noch zu Arjeplogs roséfarbener Kirka (Kirche), die umringt von herbstlich ausschauenden Bäumen am Wasser stand, um ein paar schöne Fotos zu machen.

Langsam merkt man hier oben in Schweden den Herbst. Die Temperaturen sinken immer weiter nach unten, die Winde werden eisiger und die Bäume zeigen sich mittlerweile auch schon von ihrer schönsten Pracht. Trotzdem schafft es die Sonne immer noch einem gut einzuwärmen. Schön den Herbst hier miterleben zu können.

Norwegische Grenze Ausblick Richtung Arjeplog Kirka in Arjeplog Herbst <3 <3  

Samstag, 03.09.2016

19 Jan Svensamössan

Der dritte Berg auf den ich hochwanderte war der Jan Svensamössan, der im gleichnamigen Ekopark zu finden ist und etwa 25 km vom Campingplatz entfernt ist. Wir fuhren mit dem Auto an den Fuß des Berges und wanderten hinauf. 

Oben angekommen hatten wir eine wunderbare Sicht auf den See Storavan, das Dorf Avaviken und die umliegenden Flüsse und Berge in der Ferne. Wir hatten auch wieder einmal riesiges Glück mit dem Wetter. 

Jan Svensamössan von unten

Mittwoch, 31.08.2016

18 Besucherausflug zur Insel Lillholmen

Wie ich im Blogeintrag Nr. 17 bereits erwähnt konnte ich für eine Gruppe Besucher einen Ausflug organisieren und diesen auch begleiten.

Über den See Naustajaure fuhren wir 2 x, da die Personenanzahl die Last des Bootes deutlich überschritten hätte, auf die kleine Insel Lillholmen. Dort konnten die Gäste dann um die Insel bzw. auf dem See herumschippern um angeln zu gehen, bzw. auf der Insel vom Ufer aus fischen. 

Ein weiteres Highlight des Ausfluges war, dass wir auf der Insel ein Lagerfeuer anzünden konnten um dort Würstchen oder ggf. einen selbstgefangenen Fisch zu grillen. 

Bis 18 Uhr hatten wir auch noch strahlenden Sonnenschein und angenehmes Wetter. 

 

Mittwoch, 31.08.2016

17 Polarlichter <3

Wie ihr schon in der Überschrift lesen könnt, habe ich innerhalb von einer Woche jetzt schon zweimal grüne Polarlichter sehen können. Die ersten waren vor etwa einer Woche, am 23.08., über dem Campingplatz sichtbar. Trotz einiger Wolken, die den Himmel bedeckten, konnten wir ein wunderschönes Polarlicht beobachten!

Am 30.08., genau eine Woche später, hatten wir dann gestern ein zweites Polarlicht. Diesmal hatten wir einen wolkenfreien Himmel und konnten die ganze Pracht über zwei Stunden lang bewundern. Zusätzlich konnten wir einige vorbeiziehende Sternschnuppen beobachten.

Die Polarlichter gehören zu den zwei schönsten Erlebnissen, die ich bis dato erlebt habe!

Vielen Dank an Peter, der die schönen Bilder gemacht hat! :)

Montag, 29.08.2016

16 Arbeit in Woche Vier

Die vierte Woche des Praktikums ähnelte stark den letzten drei Wochen: 

Ich half Tina beim Reinigen der Bungalows und machte mit ihr die ein oder andere weitere Hütte winterfest. Auch fallen jetzt zum Saisonende vermehrt kleinere "Draußenarbeiten" an.

An der Rezeption konnte ich wieder ein paar Gästen die Ausflugsziele in der näheren Umgebung ans Herz legen und auch einen Ausflug für eine größere Gruppe mitorganisieren. Das Highlight der Woche war dann, dass ich mit den Gästen zusammen auf dem Ausflug dabei sein konnte. Näheres über den Tagesausflug könnt ihr dann im nächsten Blogeintrag lesen! 

Weiterin vermietete ich dann wieder Bungalows und Campingstellplätze und "hütete" die Rezeption.

Neben den üblichen Büroarbeiten, wie das Beantworten von E-Mail-Anfragen, Bearbeiten des Postein- und -ausgangs usw., haben Michael und ich die Besucherstatisitk aktualisiert. Er erklärte mir deren Statistik und gemeinsam konnten wir dann unter anderem die Anzahl der viermieteten Bungalows und Campingstellplätze des Augusts 2016 mit dem vorherigen Monat analysieren und auch mit dem Vorjahr vergleichen.

Zusätzlich prüften Tobias und ich die Bestände des Kiosks sowie des Lagers und vermerkten dies in einer Liste.

Sonntag, 21.08.2016

15 Angeln 2.0

Am Sonntag nahmen Vroni (Tobis Freundin), Tobi und ich uns vor, das gute Wetter erneut zum Angeln zu nutzen. Wir fuhren auf den See Naustajaure hinaus und hofften den ein oder anderen Barsch an die Angel zu bekommen. 

Nach einer halben Stunde zuppelte etwas an der Angel - ein HECHT. Genau diesen wollten wir eigentlich nicht, da Hechte ziemlich viel Terror im Boot machen, viele Gräten haben und sich sehr streuben. Wir nahmen den 82 cm langen Hecht trotzdem mit. Gleich im Anschluss hatte Vroni dann auch noch einen Barsch an der Angel. 

Ein wenig entmutigt, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts gefangen hatte, tauschten Vroni und ich die Angeln (samt Köder). Nach einer viertel Stunde hatte ich dann auch einen Fisch an der Angel: Einen HECHT. Auch dieser kämpfte ziemlich lange, obwohl er wesentlich kleiner als der erste war. 

Wieder an Land angekommen nahm Tobi die Fische aus. Auf dem Campingplatz gingen wir dann zum fast 90-jährigen Campinggast Karl, der Vroni und mir zeigte, wie man Hechte filetiert. Er empfahl uns die Hechtfilets ganz klein zu schneiden und daraus Hechtbouletten zu machen.

Ziemlich erschöpft konnten wir dann auch noch vor 20 Minuten einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.

Was auch ziemlich cool ist, ist dass der Auroral Forecast ("Wetterbericht" für Polarlichter) für heute Nacht einen Index von 3 (die Skala geht bis 10) angesagt hat. Wenn ich Glück habe, kann ich vielleicht heute schon ein Polarlicht sehen und euch morgen wenigstens schon einmal ein kleines schwaches Lichtlein präsentieren. Drückt mir die Daumen! :) 

  82 cm  Sonnenuntergang grade vor 20 Minuten

Sonntag, 21.08.2016

14 Adak

Vor ein paar Tagen stand die Untersuchung des Transporters in einer Autowerkstatt in Adak an. Da uns schon vorher eine erhebliche Wartezeit mitgeteilt wurde, überlegten Michi, Kathi und ich, wie wir uns während der Reparatur die Zeit vertreiben könnten.

Vorschlag Nr. 1: Mini-Golf 
Vorschlag Nr. 2: Einen Berg "erklimmen"

Unsere Wahl fiel auf die Nr. 2! Wir fragten in der Werkstatt nach, welcher Berg in der Nähe am geeignetsten zum hochwandern wäre und welcher Weg dafür am besten geeignet sei.

Entlang einer für Schnee-Scooter-Touren ausgewiesenen Strecke wanderten wir einen abenteuerlichen Weg nach oben auf den Berg. Vorbei an Bächen, Sumpflandschaften (Kathi fiel so halb in ein Sumpfloch) und Stein- und Wurzel-"Treppen" sowie unter ständigem Mückenbefall kamen wir nach ca. einer Stunde auf dem Gipfel an.

Wir waren zwar nicht oberhalb der Baumwuchsgrenze, dennoch hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Landschaft der Provinz "Västerbottens län". Der Berg in Adak gefiel mir um vieles mehr als der im Ekopark Ledfat.

Gemütlich schlenderten wir um den Berg herum hinab und konnten, ohne vor Ort in Adak zu warten, den Transporter mitnehmen. 

Rentiere auf der Hinfahrt getroffen :)Preiselbeerearktisches WollgrasBlick auf Adak

Sonntag, 21.08.2016

13 Arbeit in der dritten Woche

In der dritten Woche des Praktikums habe ich hauptsächlich an der Rezeption gearbeitet.

Ich habe nicht nur, wie in den vorherigen Wochen, Andenken, Lebensmittel o. Ä. verkauft, sondern diese Woche zusätzlich Bungalows und Campingstellplätze an die Besucher und Gäste des Campingplatzes vermietet.

Anfangs schien mir die ganze Angelegenheit ein wenig verwirrend, da sich die Gäste in unterschiedlichen Listen mit diversen Angaben eintragen müssen. Außerdem muss bei der Bezahlung beachtet werden, dass auf "Camping u. Stuga" (Camping und Hütten) eine andere Umstassteuer gilt als auf Zubehör oder Lebensmittel. Zusätzlich muss darauf geachtet werden ob der Gast bar bzw., wie im Normalfall üblich, mit Karte zahlen möchte. 

Ansonsten standen auch in dieser Woche die üblichen Büroaufgaben an: Das Beanworten von E-Mail-Anfragen von Campinggästen, der Postein- und -ausgang, Sortieren der Kassenbelege nach Belegdatum, Sortieren der Ablage usw.

Tobias und ich verglichen wieder die Liste der gebuchten Campingplatzhütten von niederländische Besuchern, diesmal für den Monat August 2016, mit den tatsächlichen Buchungen für die niederländi­sche Organisation ScanBrit.

Des Weiteren kontrollierte und verglich ich die buchhalterisch erfassten Verbrauchsmittel des Ki­osks mit den tatsächlich verkauften Verbrauchsmitteln und hielt das Ergebnis in den Unterlagen fest.

Weiter zählte und überprüfte ich die von Tobias und Michael ausgestellten Angel-Lizenzen mit den tatsächlich verkauften Lizenzen und erfasste die ermittelte Anzahl in einer Excel-Tabelle. Schlussendlich führte ich eine Excel-Kalkulati­on bezüglich der abzugebenden Umsatz­steuer durch. 

Natürlich half ich die letzten Tage auch wieder Regine bei der Instandhaltung der Bungalows. Gemeinsam machten wir auch schon die ersten kleineren Hütten winterfest, da diese bei abnehmenden Temperaturen nicht mehr an Gäste vermietet werden.

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