Berichte von 08/2016

Mittwoch, 31.08.2016

18 Besucherausflug zur Insel Lillholmen

Wie ich im Blogeintrag Nr. 17 bereits erwähnt konnte ich für eine Gruppe Besucher einen Ausflug organisieren und diesen auch begleiten.

Über den See Naustajaure fuhren wir 2 x, da die Personenanzahl die Last des Bootes deutlich überschritten hätte, auf die kleine Insel Lillholmen. Dort konnten die Gäste dann um die Insel bzw. auf dem See herumschippern um angeln zu gehen, bzw. auf der Insel vom Ufer aus fischen. 

Ein weiteres Highlight des Ausfluges war, dass wir auf der Insel ein Lagerfeuer anzünden konnten um dort Würstchen oder ggf. einen selbstgefangenen Fisch zu grillen. 

Bis 18 Uhr hatten wir auch noch strahlenden Sonnenschein und angenehmes Wetter. 

 

Mittwoch, 31.08.2016

17 Polarlichter <3

Wie ihr schon in der Überschrift lesen könnt, habe ich innerhalb von einer Woche jetzt schon zweimal grüne Polarlichter sehen können. Die ersten waren vor etwa einer Woche, am 23.08., über dem Campingplatz sichtbar. Trotz einiger Wolken, die den Himmel bedeckten, konnten wir ein wunderschönes Polarlicht beobachten!

Am 30.08., genau eine Woche später, hatten wir dann gestern ein zweites Polarlicht. Diesmal hatten wir einen wolkenfreien Himmel und konnten die ganze Pracht über zwei Stunden lang bewundern. Zusätzlich konnten wir einige vorbeiziehende Sternschnuppen beobachten.

Die Polarlichter gehören zu den zwei schönsten Erlebnissen, die ich bis dato erlebt habe!

Vielen Dank an Peter, der die schönen Bilder gemacht hat! :)

Montag, 29.08.2016

16 Arbeit in Woche Vier

Die vierte Woche des Praktikums ähnelte stark den letzten drei Wochen: 

Ich half Tina beim Reinigen der Bungalows und machte mit ihr die ein oder andere weitere Hütte winterfest. Auch fallen jetzt zum Saisonende vermehrt kleinere "Draußenarbeiten" an.

An der Rezeption konnte ich wieder ein paar Gästen die Ausflugsziele in der näheren Umgebung ans Herz legen und auch einen Ausflug für eine größere Gruppe mitorganisieren. Das Highlight der Woche war dann, dass ich mit den Gästen zusammen auf dem Ausflug dabei sein konnte. Näheres über den Tagesausflug könnt ihr dann im nächsten Blogeintrag lesen! 

Weiterin vermietete ich dann wieder Bungalows und Campingstellplätze und "hütete" die Rezeption.

Neben den üblichen Büroarbeiten, wie das Beantworten von E-Mail-Anfragen, Bearbeiten des Postein- und -ausgangs usw., haben Michael und ich die Besucherstatisitk aktualisiert. Er erklärte mir deren Statistik und gemeinsam konnten wir dann unter anderem die Anzahl der viermieteten Bungalows und Campingstellplätze des Augusts 2016 mit dem vorherigen Monat analysieren und auch mit dem Vorjahr vergleichen.

Zusätzlich prüften Tobias und ich die Bestände des Kiosks sowie des Lagers und vermerkten dies in einer Liste.

Sonntag, 21.08.2016

15 Angeln 2.0

Am Sonntag nahmen Vroni (Tobis Freundin), Tobi und ich uns vor, das gute Wetter erneut zum Angeln zu nutzen. Wir fuhren auf den See Naustajaure hinaus und hofften den ein oder anderen Barsch an die Angel zu bekommen. 

Nach einer halben Stunde zuppelte etwas an der Angel - ein HECHT. Genau diesen wollten wir eigentlich nicht, da Hechte ziemlich viel Terror im Boot machen, viele Gräten haben und sich sehr streuben. Wir nahmen den 82 cm langen Hecht trotzdem mit. Gleich im Anschluss hatte Vroni dann auch noch einen Barsch an der Angel. 

Ein wenig entmutigt, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts gefangen hatte, tauschten Vroni und ich die Angeln (samt Köder). Nach einer viertel Stunde hatte ich dann auch einen Fisch an der Angel: Einen HECHT. Auch dieser kämpfte ziemlich lange, obwohl er wesentlich kleiner als der erste war. 

Wieder an Land angekommen nahm Tobi die Fische aus. Auf dem Campingplatz gingen wir dann zum fast 90-jährigen Campinggast Karl, der Vroni und mir zeigte, wie man Hechte filetiert. Er empfahl uns die Hechtfilets ganz klein zu schneiden und daraus Hechtbouletten zu machen.

Ziemlich erschöpft konnten wir dann auch noch vor 20 Minuten einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.

Was auch ziemlich cool ist, ist dass der Auroral Forecast ("Wetterbericht" für Polarlichter) für heute Nacht einen Index von 3 (die Skala geht bis 10) angesagt hat. Wenn ich Glück habe, kann ich vielleicht heute schon ein Polarlicht sehen und euch morgen wenigstens schon einmal ein kleines schwaches Lichtlein präsentieren. Drückt mir die Daumen! :) 

  82 cm  Sonnenuntergang grade vor 20 Minuten

Sonntag, 21.08.2016

14 Adak

Vor ein paar Tagen stand die Untersuchung des Transporters in einer Autowerkstatt in Adak an. Da uns schon vorher eine erhebliche Wartezeit mitgeteilt wurde, überlegten Michi, Kathi und ich, wie wir uns während der Reparatur die Zeit vertreiben könnten.

Vorschlag Nr. 1: Mini-Golf 
Vorschlag Nr. 2: Einen Berg "erklimmen"

Unsere Wahl fiel auf die Nr. 2! Wir fragten in der Werkstatt nach, welcher Berg in der Nähe am geeignetsten zum hochwandern wäre und welcher Weg dafür am besten geeignet sei.

Entlang einer für Schnee-Scooter-Touren ausgewiesenen Strecke wanderten wir einen abenteuerlichen Weg nach oben auf den Berg. Vorbei an Bächen, Sumpflandschaften (Kathi fiel so halb in ein Sumpfloch) und Stein- und Wurzel-"Treppen" sowie unter ständigem Mückenbefall kamen wir nach ca. einer Stunde auf dem Gipfel an.

Wir waren zwar nicht oberhalb der Baumwuchsgrenze, dennoch hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Landschaft der Provinz "Västerbottens län". Der Berg in Adak gefiel mir um vieles mehr als der im Ekopark Ledfat.

Gemütlich schlenderten wir um den Berg herum hinab und konnten, ohne vor Ort in Adak zu warten, den Transporter mitnehmen. 

Rentiere auf der Hinfahrt getroffen :)Preiselbeerearktisches WollgrasBlick auf Adak

Sonntag, 21.08.2016

13 Arbeit in der dritten Woche

In der dritten Woche des Praktikums habe ich hauptsächlich an der Rezeption gearbeitet.

Ich habe nicht nur, wie in den vorherigen Wochen, Andenken, Lebensmittel o. Ä. verkauft, sondern diese Woche zusätzlich Bungalows und Campingstellplätze an die Besucher und Gäste des Campingplatzes vermietet.

Anfangs schien mir die ganze Angelegenheit ein wenig verwirrend, da sich die Gäste in unterschiedlichen Listen mit diversen Angaben eintragen müssen. Außerdem muss bei der Bezahlung beachtet werden, dass auf "Camping u. Stuga" (Camping und Hütten) eine andere Umstassteuer gilt als auf Zubehör oder Lebensmittel. Zusätzlich muss darauf geachtet werden ob der Gast bar bzw., wie im Normalfall üblich, mit Karte zahlen möchte. 

Ansonsten standen auch in dieser Woche die üblichen Büroaufgaben an: Das Beanworten von E-Mail-Anfragen von Campinggästen, der Postein- und -ausgang, Sortieren der Kassenbelege nach Belegdatum, Sortieren der Ablage usw.

Tobias und ich verglichen wieder die Liste der gebuchten Campingplatzhütten von niederländische Besuchern, diesmal für den Monat August 2016, mit den tatsächlichen Buchungen für die niederländi­sche Organisation ScanBrit.

Des Weiteren kontrollierte und verglich ich die buchhalterisch erfassten Verbrauchsmittel des Ki­osks mit den tatsächlich verkauften Verbrauchsmitteln und hielt das Ergebnis in den Unterlagen fest.

Weiter zählte und überprüfte ich die von Tobias und Michael ausgestellten Angel-Lizenzen mit den tatsächlich verkauften Lizenzen und erfasste die ermittelte Anzahl in einer Excel-Tabelle. Schlussendlich führte ich eine Excel-Kalkulati­on bezüglich der abzugebenden Umsatz­steuer durch. 

Natürlich half ich die letzten Tage auch wieder Regine bei der Instandhaltung der Bungalows. Gemeinsam machten wir auch schon die ersten kleineren Hütten winterfest, da diese bei abnehmenden Temperaturen nicht mehr an Gäste vermietet werden.

Sonntag, 14.08.2016

12 Gimegolts & Kanelbullar

Am Sonntag ging es zu den Gimegolts. Das ist eine mit wassergefüllte Schlucht zwischen Sorsele und Slagnäs.

Am Nachmittag ging es mit dem Auto zu der 25 km entfernten Schlucht. Auf der Hinfahrt fuhren wir eine abseits der normalen Straße, da wir das ganze mit einer Elch-Safari verbanden. Kathi schaute links und ich schaute rechts aus dem Fenster. Der Auftrag war klar: Wenn wir einen Elch sahen: Bescheid geben, Fenster auf, leise sein und ein Foto schießen. Leider sahen wir außer zwei davonspringenden Rentieren keine Tiere am Straßenrand. Aber auf der Fahrt zu den Gimelgolts machten wir noch kurz an einem hübschen Sandstrand Rast.

Vom Ausgangspunkt aus liefen wir ca. 30 Minuten bis zur Schlucht. Der schmale Weg ging über mit Moos bewachsene Hügel. Uns erinnerte die Landschaft an den Film "Der Hobbit".

Am Ziel angekommen staunten wir über die tolle Aussicht. Vor uns erstreckte sich eine 25 Meter tiefe Schlucht, die mit Wasser gefüllt war. Ebenso befand sich einen kleine Grillhütte auf der Anhöhe. Ein schönes Plätzchen für einen gemütlichen Abend mit Freunden. 

Auf dem Rückweg fing es zum Regnen an und so beeilten wir uns, dass wir schnell zum Auto kamen. Dieses Mal ging es auf dem direkten Weg nach Hause. 

Wieder auf dem Campingplatz angekommen, backten wir "Kanelbullar" (Zimtschnecken). Draußen regnete es und drinnen roch es herrlich nach Zimt - ein gelungener Sonntag! :)springende RentiereMichi, Kathi und ich in der Schluchtder Gimegoltsherbstlicher Boden <3Zimtschnecken fast fertigZimtschnecken

Sonntag, 14.08.2016

11 Heimatmuseum Slagnäs (vâffla & Kaffe)

Es ist Samstag und es regnet. Und jetzt?! 

Wir beschlossen in das Heimatmuseum Slagnäs zu gehen. Das Heimatmuseum beinhaltet eine kleine Touristeninformation, ein kleines Kaffee und einen kleinen Trödelmarkt. Wir bestellten also eine Waffel und einen Kaffee - vaffla & Kaffe. Die Waffeln wurden mit Sahne und Himbeer-Kirsch-Marmelade serviert. Herrlich!! Sie schmeckten köstlich :)

Nachdem wir die Leckerein verputzt hatten, gingen wir in die kleine Touristeninformation. Dort entdeckte ich selbstgestrickte Socken und kaufte mir ein Paar. Die kann ich hier sicher gut gebrauchen, denn es wir von Tag zu Tag kälter und der Herbst nähert sich mit großen Schritten. "Winter is coming!"

Auch in dem kleinen Trödelmarkt (schwed. Loppis) schauten wir hinein. Es gab Geschirr, Tassen, Bücher, Bilder, Handtaschen und vieles mehr. Vielleicht schaue ich das nächste Wochenende noch einmal vorbei und kaufe das ein oder andere Andenken an meine Zeit in Slagnäs.

Nachdem es in der Zwischenzeit zu regnen aufgehört hatte, gingen wir noch die 2,3 km lange Loipe entlang. Es ging zwischen Bäumen durch, ein paar Hügel hoch und durch den Sumpf. Selbst wenn der Himmel grau und voller Wolken ist, sieht die Natur hier wunderschön aus. 

Nun lassen wir den Tag bei einer heißen Tasse Tee ausklingen.

P.S.: Wir bekamen das Rezept von den leckeren Waffeln. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

2dl Wasser
3dl Milch
4dl Mehl
125gr Backmagarine 
2-3 Teelöffel Backpulver

Guten Appettit ;)

Auf der Loipe im Wald #lazysaturdayvâffla & kaffe die Kaffeestube des Heimatmuseums

Sonntag, 14.08.2016

10 Arbeit in der zweiten Woche

In der zweiten Woche meines Praktikums bei Slagnäs Camping habe ich hauptsächlich wieder die Buchhaltung gemacht und einen kleinen Einblick in die Lohnbuchhaltung des Betriebes erhalten. Abschließend buchten wir den Kassenabschluss für den Monat Juli 2016 und übermittelten die Angaben dem schwedischen Finanzamt.

Auch kümmerte ich mich um den Postein- und -ausgang und um die Beantwortung von E-Mail-Anfragen bezüglich der Übernachtungsmöglichkeiten.

Tina, eine weitere Angestellte von Slagnäs Camping, halfen Kathi und ich ebenfalls wieder mit der Instandhaltung der Bungalows, die jetzt so langsam "winterfest" gemacht werden müssen. Seit ein paar Tagen macht sich auch hier schon der Herbst bemerkbar und die kleineren Hütten, die am Waldrand stehen, werden eher seltener vermietet.

Kathi und ich halfen bei der Organisation und Umsetzung eines monatlichen "Events" für die Stammgäste des Campingplatzes und kümmerten uns darum, dass ein "bunter Abend" für die Gäste stattfand.

Das Highligt in der zweiten Arbeitswoche war, dass Tobias, Kathi und ich nach Piteâ fuhren um dort einen Geschäftspartner von Slagnäs Camping zu treffen. Die zweieinhalb stündige An- und Abreise mit dem Auto waren zwar anstrengend, doch die schöne Landschaft von Nordschweden entschädigte die lange Fahrt. Ein paar Rentiere kreuzten auch hier wieder unseren Weg!

In Piteâ fand zudem die Messe "Nolia 2016" statt, die wir natürlich auch besuchten. Dort gab es alles mögliche zu kaufen: Über Rasenmäher, Fräsmaschinen, Traktoren, Hütten, Saunen, Schneescooter, Wohnmobile, Outdoor-Kleidung etc.

Für den Campingplatz wurden dort natürlich auch einige Neuheiten eingekauft. 

Nolia 2016 Mittagspause riesige Fräsmaschinen auf der Nolia Traktoren

Sonntag, 14.08.2016

09 Angeln auf dem See Nastajaure

Sonntag Abend ging es zum Angeln. Nach dem Abendessen zogen wir uns warme Kleidung an, packten Angeln und Benzin für den Bootmotor ein.

Mit dem Auto fuhren wir zur Anlegestelle der "Queen Mary III". Das klingt jetzt bestimmt nach einem schniecken Motorboot, das an einem hübschen Steg anliegt. Naja, fast! Die Queen Mary III ist ein kleines Fischerboot, das an Land auf seinen nächsten Einsatz wartet.

Als wir alles auf dem Boot verstaut hatten ging es los. Wir tuckerten also über den See zu einer geeigneten Stelle zum Fischen. Die Sonne schien herrlich und so knipsten wir viele Fotos und genossen die Aussicht. Als wir in der kleinen Bucht angekommen waren, warfen wir die Angeln aus.

Tobias fuhr langsam umher und wir warteten, dass ein Fisch anbiss. Da braucht man viel Geduld, aber mit einem Bier in der Hand und der Sonne im Gesicht halb so schwer. Und dann biss der erste Fisch an: Ein Barsch! Helle Aufregung! Und dann sprang er einfach wieder vom Haken in den See zurück. Die ganze Aufregung umsonst! :D

Also hieß es wieder geduldig auf den nächsten Fisch warten. Am Ende hatten wir zwei Barsche und einen Hecht gefangen.

Ein kleines Highligt war die sogenannte "Lovebridge", die Eisenbahnbrücke die über den See verläuft. Hier fährt gelegentlich am Wochenende die historische Eisenbahn. Wir nutzen die Gleise um ein paar Fotos zu schießen und die herrliche Aussicht über den See zu genießen. 


Ein wirklich toller Ausflug mit vielen neuen Eindrücken, die ich für euch natürlich festgehalten habe.

Tobi mit einem Barsch Kathi, ich und Tobi ich weiß, die Pose hält man weiter unten, ansonsten hätte die Angel aber nicht aufs Bild gepasst Kathi und Tobi im Boot

Sonntag, 14.08.2016

08 Ökopark Ledfat

Der erste Ausflug ging auf den Fjäll Ledfat. Ein Fjäll ist ist ein Berg oder eine Hochfläche oberhalb der Nadelwaldgrenze.

Vom Campingplatz aus ging es zu dem 3 km entfernten Ökopark Ledfat. Dort ließen wir das Auto an der Schranke stehen und gingen ca. 30 Minuten einen gut ausgebauten Wanderweg nach Oben.

Auf dem Weg zum Aussichtspunkt naschten wir gelegentlich die Blaubeeren die hier überall am Wegesrand wachsen. Köstlich! :)

An dem höchsten Punkt des Fjäll hatten wir eine herrliche Aussicht auf die benachbarten Berge bzw. Hochflächen und Seen. Die Landschaft ist wirklich hübsch hier.

Aber seht selbst - manchmal sagen Bilder mehr als Worte

Hanna, Kathi, Michi und ichAussicht Richtung Slagnäs Hanna, Kathi und ich beim Blaubeerpflücken

Montag, 08.08.2016

07 Slagnäs Camping (WFG)

Die Anfänge von Slagnäs Camping reichen bis Anfang der 1900er zurück. Damals befanden sich auf dem Platz wo nun 11 Bungalows, 8 Hütten und 40 Stellplätze (mit Strom) stehen, lediglich ein kleines Bauernhäuschen, ein Schweinestall und ein paar Schafe.Target Rennström, der Urvater des Campingplatzes, gründete diesen, da viele Fischer zu dem angrenzenden Fluss Skellefteälven zum Angeln kamen.

Sein Sohn übernahm den Campingplatz und verkaufte diesen im Jahre 2004 an Tobias. Er richtete den heruntergekommenen Platz wieder her und steckte viel Herzblut hinein. Im September 2013 stieg dann Tobias Bruder Michael ebenfalls in die Leitung von Slagnäs Camping mit ein. 

Beide suchten eine neue Herausforderung: Andere Lebensqualität, extremere klimatische Verhältnisse, eine neue Kultur, neue Sprache... Raus aus der Comfortzone. Viel Arbeit steckten die beiden in den Bau der luxuriösen Bungalows "Lilstugan" (schwed. kleine Hütte), "Renen" (schwed. Rentiere), "Älgen" (schwed. Elche), "Björn" (schwed. Bär) sowie in den Ausbau der "Bagastugan" (schwed. Backstube). 

Das große Servicehaus, in dem die Campinggäste der kleineren Hütten duschen, kochen und sich im Aufenthaltsraum treffen können, richteten beide mit sehr viel liebe her. 

Die Größe des Campingplatzes beläuft sich auf etwa 5 Hektar und umfasst einen eigensgebauten Weiher mit selbstkonstruierter Brücke, einer unteren Ebene direkt am Fluss gelegen, einer Grillhütte, in der gemütliche Abende für die Campinggäste garantiert sind, einer 18-Loch-Minigolf-Anlage sowie einem Kinderspielplatz (im Sommer auch mit Hüpfburgen).

Die Lage des Campingplatzes ist optimal am Fluss Skellefteälven, der auch heute noch im Sommer Magnet für die zahlreichen Angler darstellt.

Wer sich selber für seinen nächsten Urlaub nach einem geeigneten Campingplatz in Nordschweden umschaut, dem kann ich Slagnäs Camping wärmstens empfehlen. Es gibt sogar, anders als wie auf den meisten anderen Campingplätzen, W-LAN, das über den gesamten Campingplatz reicht, sodass  die Urlaubsfotos direkt an Freunde und Verwandte verschickt oder auf den sozialen Medien geteilt werden können. ;)

Gerne könnt ihr euch auch selber auf Slagnäs Camping (deutsch) über die Unterkünfte, Zusatzangebote und Ausflugsmöglichkeiten informieren.

Hanna und ich vor der RezeptionEine der zwei Einfahrten zum Campingplatz und die LilstuganMinigolf-AnlageServicehaus und KinderspielplatzVollbesuchter Campingplatz

Samstag, 06.08.2016

06 Arbeit in der ersten Woche

Die ersten beiden Tage wurde ich hauptsächlich in die Abläufe des Campingplatzes eingeführt. Mir wurde die Rezeption, die auch einen Souvenirshop beinhaltet, sowie der Ablauf der Begrüßung der Gäste mit ihren im voraus getätigten bzw. spontanen Buchungen erklärt. Zusätzlich sollte ich am Dienstag die Buchungen für den Monat Juli überprüfen und in eine Excel-Tabelle übertragen.

Das Unterstützen der Angestellten, die sich wochenweise bei der Arbeit abwechseln, gehört ebenfalls zu meinen täglichen Aufgaben. Am Dienstag lernte ich dann Regine kennen und half ihr bei der Instandhaltung der Bungalows.

Eine weiterer wichtiger Bestandteil meiner Aufgaben ist die Interaktion mit den Campinggästen, die hauptsächlich aus Schweden, den Niederlanden, Norwegen und Finnland anreisen. Ab und zu verirren sich auch schon mal deutsche bzw. österreichische Campinggäste hierher. Dies ist aber besonders zu dieser Jahreszeit eher seltener der Fall. Ich wurde von Tobias und Michael über die Ausflugsmöglichkeiten (Berge besteigen, Fischen gehen, historische Aussichtspunkte, Badeplätze und Rentiersammelpunkte) aufgeklärt und konnte auch schon einigen Gästen diese Tipps weitergeben.

Ebenfalls wurde ich in der ersten Woche in die Buchhaltung des Campingplatzes eingeführt. Tobias erklärte mir das schwedische Buchhaltungssytem BOQ. Ich sortierte die Rechnungen nach Buchungsdatum und wir buchten die Kreditkartenabrechnungen im System. Abschließend sortierten und legten wir die Quittungen für die Unterlagen ab.

Die erste Woche hat mir sehr großen Spaß gemacht! Ich bin froh, dass sich alle so lieb um mich kümmern und mir vertrauensvolle Einblicke ins Unternehmen Slagnäs Camping ermöglichen.

Nun freue ich mich aber auch auf die Ausflüge, die wir am Wochenende gemeinsam unternehmen werden.

  Mein Arbeitsplatz Der Souvenirshop

Freitag, 05.08.2016

05 Ankunft in Slagnäs/Praktikumsbeginn

Am 01.08. begann dann, nach meinem kurzen Abstecher in Stockholm, mein Praktikum in Slagnäs bei Slagnäscamping.

Die Anreise nach Arvidsjaur erfolgte relativ problemlos von Stockholm aus - abgesehen von 2 kg Übergepäck, die mich normalerweise 350 Kronen gekostet hätten. Die nette Schwedin am Schalter drückte aber ein Auge zu und erließ mir die Gebühr. Der Flug verlief sehr ruhig.

Nach einer guten Stunde Flugzeit wurde ich dann am Flughafen von Michi, einem der zwei Campingplatzinhabern, Hanna, einer weiteren Praktikantin und Britta, der guten Seele des Hauses, sehr herzlich in Empfang genommen. Besser hätte der Start ins Praktikum nicht laufen können.

Da der Flughafen in Arvidsjaur (60 km von Slagnäs entfernt) liegt und dies auch einer der größeren Orte in der Region darstellt, nutzten wir die Gelegenheit, im Supermarkt gleich einkaufen zu gehen.

Nach ca. 1 1/2 Stunden lernte ich dann auch Tobi, den anderen Inhaber des Campingplatzes, kennen. 

Hanna zeigte mir mein Zimmer und den Campingplatz. Beim gemeinsamen Abendessen wurden mir meine Aufgaben für die nächsten Tage erklärt.